ZKS-News
Bundesrat will J+S-Förderung langfristig sichern
Der Bundesrat beantragt für die Jahre 2027 bis 2030 zusätzliche Mittel für Jugend+Sport (J+S). Damit sollen die Beiträge für Kurse und Lager trotz steigender Teilnehmerzahlen auf dem heutigen Niveau gehalten und die Planungssicherheit für Sportorganisationen verbessert werden. Ebenfalls informiert das Bundesamt für Sport (BASPO) über den Grundlagenbericht «Sport- und Bewegungsförderung Schweiz 2040».
Die Mittel für Jugend+Sport sollen für die nächsten Jahre um 21 bis 26 Millionen Franken erhöht werden. Foto: ZKS Archiv
Keine zwölf Monate ist es her, da kam eine Hiobsbotschaft, welche die Sportschweiz durchrüttelte: Das Bundesamt für Sport kündigte an, dass die Subventionen im Bereich Jugend und Sport (J+S) ab 2026 um einen Fünftel gekürzt werden müssen. Sowohl der ZKS wie auch die gesamte nationale und kantonale Verband- und Vereinslandschaft stellte sich daraufhin gegen diesen Entscheid. Mit Erfolg, denn einige Monate später folgte die Kehrtwende. Der Bundesrat beschloss, die J+S-Kredite für die kommenden Jahre zu erhöhen.
Nun hat der Bundesrat in seiner Sitzung Ende Mai beschlossen, den Gesamtkredit in den Jahren 2027 bis 2030 um rund 21 bis 26 Millionen Franken auf total 135 bis 142 Millionen Franken zu erhöhen, wie das Bundesamt für Sport (BASPO) in seiner Medienmitteilung informiert. Über die beantragte Krediterhöhung wird das Parlament im Rahmen der Botschaft zur Förderung von Sport, Bewegung und gesunder Ernährung 2027–2030 beraten.
Verlässliche Planungssicherheit
Wenn das Parlament diese Beträge gutheisse, blieben die Beitragssätze für die einzelnen J+S-Kurse (1.30 Franken pro Teilnehmerstunde) und J+S-Lager (16 Franken pro Teilnehmertag) in der Planungsperiode 2027 bis 2030 unverändert, schreibt das BASPO weiter. Von der vorgesehenen Aufstockung profitieren insbesondere Vereine, Verbände und weitere J+S-Anbieter, die ihre Angebote auf einer verlässlichen finanziellen Grundlage planen können. Mit seinem Entscheid unterstreicht der Bundesrat die Bedeutung von Bewegung und Sport für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Jugend+Sport ist das wichtigste Sportförderprogramm des Bundes und erreicht gemäss BASPO heute rund die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in der Schweiz. Die Teilnehmerzahlen würden sich seit Jahren erfreulich entwickeln, die Nachfrage nach J+S-Angeboten steige stetig.
Grundlagenbericht mit mehreren Wirkungsbereichen
Parallel zur Erhöhung der J+S-Finanzierung hat das BASPO ebenfalls über den Grundlagenbericht «Sport- und Bewegungsförderung Schweiz 2040» informiert, der gemeinsam mit Swiss Olympic und rund 80 Sportorganisationen vor einem Jahr initiiert und mittlerweile erarbeitet wurde. Der Bericht zeigt auf, wie die Sportförderung künftig noch stärker und zeitgemässer an ihrer gesellschaftlichen Wirkung ausgerichtet werden kann. Eine solche Zusammenarbeit in dieser Breite habe es in der Schweizer Sport- und Bewegungsförderung bisher nicht gegeben, schreibt das BASPO und spricht von einem ersten Meilenstein.
Der Bericht definiert sieben Wirkungsbereiche, in denen Sport und Bewegung einen wichtigen Beitrag leisten können. Dazu gehören Gesundheit und Wohlbefinden, Inspiration durch grosse Sportanlässe, Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Nachhaltigkeit, Innovation sowie die Gestaltung bewegungsfreundlicher Lebensräume. Damit rückt nicht nur die sportliche Leistung, sondern vor allem der Nutzen von Sport und Bewegung für die Gesellschaft in den Fokus.
Orientierung für Strategie bis 2040
Der Grundlagenbericht bilde die Basis für die neue Sport- und Bewegungsförderstrategie des Bundes bis 2040, schreibt das BASPO in seiner Mitteilung weiter. Er soll Bund, Kantonen, Gemeinden, Verbänden und Vereinen als gemeinsamer Orientierungsrahmen dienen und die Weiterentwicklung des Schweizer Sportsystems unterstützen.
Die beiden Medienmitteilung sind in den untenstehenden Links zu finden.