Sportfonds-Gesuche
Diesmal mit einer Premiere: Das war die Swisslos-Kommission-Sitzung 2026
Die Powerteam-Mitglieder aller Fachbereiche trafen sich ein weiteres Mal zur alljährlichen Swisslos-Kommission-Sitzung. Nebst den üblichen Anträgen und Geschäften rund um die Sportfonds-Bereiche Sportanlagen, Sportmaterial, Ausbildung, Grundbeiträge und Sportförderung kam es zu einer Neuerung: Erstmals wurde die Sitzung online abgehalten.
Sportmaterial, Anlagen, Ausbildung: Der Fokus der Swisslos-Kommissions-Sitzung war ein weiteres Mal auf die Fachbereiche gerichtet. Foto: Archiv
Die Swisslos-Kommission ist seit Jahrzehnten ein bewährter Pfeiler des ZKS. Nicht nur gewährleisten ihre Mitglieder eine fachkompetente Prüfung der Gesuche, sondern auch eine verbandsdemokratische und faire Verteilung der Swisslos-Gelder aus dem «Verbandsanteil» des kantonalen Sportfonds. Kurzum: Die Kommission ist ein zuverlässiges System – und dazu gehört auch die alljährlich stattfindende Swisslos-Kommissions-Sitzung, an der die Geschäfte und Richtlinien in routinierter Weise behandelt werden. Doch dieses Jahr kam es zu einer Premiere.
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Denn die Swisslos-Kommissions-Sitzung 2026 fand erstmals nicht physisch, sondern ausschliesslich auf digitalem Weg statt. An einem Online-Meeting nahmen über 30 stimmberechtigte Kommissionsmitglieder teil. Über die Geschäfte wurde per Abstimmungstool befunden, Fragen konnten per Chat gestellt werden. In dieser Form wird die Sitzung künftig alle zwei Jahre (jeweils im Jahr der Delegiertenversammlung des ZKS) abgehalten.
Anpassungen in den Richtlinien angekündigt
Abgesehen von der Premiere kann bilanziert werden: «Im Westen nichts Neues». Auch die diesjährige Swisslos-Kommissions-Sitzung ging ohne grosse Zwischentöne über die Bühne. Im Vorfeld gingen keine Änderungswünsche ein und alle Geschäfte wurden mit wenigen Enthaltungen und gesamthaft nur einer Nein-Stimme angenommen. Ausserdem wurde nochmals darauf hingewiesen, dass Gesuche für Veranstaltungen neu beim Sportamt eingegeben werden müssen. Wiederum kann beim ZKS zum Fokusthema «Wertschätzung Ehrenamt» finanzielle Unterstützung beantragt werden.
«Danke für die grosse Arbeit im Hintergrund, damit das Sportmaterial überall auf dem neusten Stand ist, Turnhallen gebaut und Vereinsleute ausgebildet werden können.»
Stefan Schötzau, Sportamtschef Kanton Zürich
Den grössten Redebedarf gab es bei den (künftigen) Anpassungen der Richtlinien. So wurden diese im Bereich der Ausbildung geringfügig geändert. Dabei ging es um sprachliche Korrekturen, sodass die Verteilung der Gelder auf grosse wie auch kleinere Verbände ausgeglichener geregelt wird. Angekündigt wurden ausserdem Änderungen in den Richtlinien der Fachbereiche Sportmaterial, Grundbeiträge und Sportanlagen.
Beim Sportmaterial werde – analog zum Bereich Ausbildung – geprüft, wie die Subventionen noch gleichmässiger verteilt werden können, beispielsweise durch die Definition einer fixen Obergrenze für Beiträge. Bei den angekündigten Veränderungen im Bereich Grundbeiträge geht es derweil um Aktivitäten und Anpassungen im Bonus-Malus-System. Bereits im Gange sind die Änderungen der Richtlinien im Fachbereich Sportanlagen. Vom Sportamt vorgegeben, werden diese derzeit durchgearbeitet und mit dem Sportamt finalisiert. Inhalt der Anpassungen sind beispielsweise Pauschalen für Anlagen wie Sporthallen oder Bäder. Diese Richtlinien sollten nächstes Jahr in Kraft treten.
Lob von der Finanzkontrolle und dem Sportamt
Dass derzeit viele Richtlinien angepasst werden, hat auch mit der Finanzkontrolle zu tun. Diese hat im Spätherbst 2025 die Verteilung der Sportfonds-Gelder einer Aufsichtsprüfung unterzogen. Sportamtschef Stefan Schötzau hielt jedoch an der Sitzung fest: Die Finanzkontrolle lobte das System. Die Gelder würden korrekt, fair, verbandsdemokratisch und nach klaren Regeln verteilt, resümierte sie in ihrem abschliessenden Zeugnis.
Die einzelnen geplanten Anpassungen in den Richtlinien fussen denn auch primär auf Inputs und Ratschlägen der Finanzkontrolle, erklärt Schötzau. Der Sportamtschef bedankte sich entsprechend bei den Kommissionsmitgliedern für ihre grossartige Arbeit. «Danke für die grosse Arbeit im Hintergrund, damit das Sportmaterial überall auf dem neusten Stand ist, Turnhallen gebaut und Vereinsleute ausgebildet werden können.» Dass die Sportförderung wirke, zeige unter anderem die Studie Sport Schweiz 2026, die kürzlich veröffentlicht wurde. Die Region Zürich sei schweizweit die sportlich aktivste, erklärte Schötzau.
Dem Dank schloss sich ZKS-Geschäftsführerin Josy Beer an. Sie schätze die ehrenamtliche Arbeit sehr, die die Finanzkontrolle als einmalig bezeichnet habe. «Es ist etwas Tolles, das wir im Auftrag des Kantons Zürich machen können.» Beer berichtete ausserdem über die aktuellen Neuigkeiten des ZKS. Nebst personellen Veränderungen ging es um die aktuellsten Angebote des ZKS, darunter unter anderem:
- Die aktuellen Weiterbildungskurse im Herbst
- Die «Bestätigung Engagement+», ein digitales Dokument fürs Bewerbungsdossier
- Die neusten Podcast-Folgen
- Der Nominationsstart des «zündwürfel» am 16. November
- Der Vereinscoach+, das individuelle Coaching für Verbände und Vereine
- Die Vorteile bei der CSS als Vereinsmitglied
Und zu guter Letzt gab es noch positive News aus dem Sportzentrum Kerenzerberg. Die Bauarbeiten am Hallenbad schreiten planmässig voran. Das Hallenbad wird am 7. Juni 2027 wiedereröffnet. Damit schloss ZKS-Präsident Urs Hutter die Sitzung.