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Studie «Sport Kanton Zürich 2026»: Chancen für den Vereinssport trotz neuer Sportgewohnheiten

Der Kanton Zürich bleibt die sportaktivste Region der Schweiz. Das zeigt die neue Studie «Sport Kanton Zürich 2026». Veränderte und individuelle Sportbedürfnisse und -angebote setzen die Vereine jedoch unter Druck. Mit Blick in die Vereine gibt es aber auch positive Trends.

Sport Studie

Der Kanton Zürich bleibt die Sportregion Nummer 1 in der Schweiz. Foto: ZKS Archiv

Die Studie «Sport Schweiz 2026», veröffentlich im Spätsommer, hatte bereits eine erste Tendenz gezeigt. Nun ist sie auch im Kanton Zürich festzustellen: Der Sport boomt. Die Bevölkerung ist so aktiv wie nie zuvor, doch der individuelle und ungebundene Sport geniesst immer mehr Interesse. Dies ging aus der neu veröffentlichten «Sport Kanton Zürich 2026» hervor.

Die wichtigste Erkenntnis ist dabei die erfreulichste: Der Kanton Zürich ist und bleibt die sportlichste Region der Schweiz. 79 Prozent der Bevölkerung treiben mindestens einmal pro Woche Sport. 57 Prozent sind sogar mehrmals wöchentlich während insgesamt mindestens drei Stunden sportlich aktiv – fünf Prozentpunkte mehr als noch 2020. Damit liegt der Kanton Zürich deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 52 Prozent.

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Insbesondere die Sportaktivität der 45- bis 59-jährigen Bevölkerung des Kantons Zürich liegt über dem Schweizer Durchschnitt. Die grössten Treiber sind dabei Gesundheit, Fitness, Freude an der Bewegung und die Natur. Und die Sportarten? Die sind wie bei der nationalen Evaluation die üblichen Verdächtigen: Wandern, Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Joggen, auch genannt der «Helvetischen Fünfkampf».

Individuell statt im Verein

Zu beobachten ist jedoch ein Trend, der bereits vor Jahren begonnen hat. Die Sportgewohnheiten verändern sich, der Wunsch nach individuellem, ungebundenem Sport wird grösser. Krafttraining und Yoga geniessen seit Jahren immer mehr an Beliebtheit. 

Eine Entwicklung, die auch Einfluss auf den Vereinssport hat. Denn während 29 Prozent der Zürcher Bevölkerung einem Fitnesscenter angehören, sind nur noch 18 Prozent Mitglied in einem Verein. Und die Trends zeigen in diametrale Richtung: Im Vergleich zur letzten Studie vor fünf Jahren nahm der Fitness-Anteil um drei Prozentpunkte und der Vereinsanteil in der gleichen Grösse ab. Einen Graben gibt es dabei zwischen Stadt und Land: In der Stadt Zürich ist quasi jede dritte Person Mitglied in einem Fitnesscenter. Je weiter man in ländliche Gebiete zieht, desto grösser ist die Bedeutung der Vereine.

Engagement ist weiterhin spürbar

Die Vormachtstellung von ungebundenem Sport gegenüber dem Vereinssport sei keineswegs eine schlechte Entwicklung, sagt ZKS-Geschäftsführerin Josy Beer zur Studie. «Es zeigt vielmehr, dass unsere Sportlandschaft vielfältiger wird.» Für die Vereine sei dies Herausforderung und Chance zugleich. Denn das wachsende Interesse an Sport und Bewegung biete eine gute Grundlage, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Ausserdem sind gemäss Studie auch positive Signale innerhalb der Vereine zu beobachten. Obschon der Anteil der Bevölkerung, der sich freiwillig und unentgeltlich für den Sport engagiert, ebenfalls gesunken ist (von 18 auf 15 Prozent), besteht weiterhin ein hohes Interesse an Identifikation und Eigeninitiative innerhalb der Vereine: Knapp die Hälfte (48 Prozent) der aktiven Vereinsmitglieder engagiert sich freiwillig für den Sport. Dies unterstreicht die weiterhin starke soziale Bindung und Bedeutung des Ehrenamts im Vereinssport.