Direkt zum Inhalt

Willkommen beim ZKS, für unterstützung bitte unter 044 802 33 77 melden.

Sportzentrum Kerenzerberg

ZKS-Geschäftsbericht 2025: Das Sportzentrum Kerenzerberg steht nie still

Seit über 50 Jahren verwöhnt das Sportzentrum Kerenzerberg seine Gäste. Ob neue Bauten, Technik oder Unvorhergesehenes: Die Infrastruktur entwickelt sich stets weiter – und mit ihr das ganze Team. Ein Besuch.

Geschäftsbericht 2025 SZK

Bringen das Sportzentrum stets auf Vordermann: Gian Vito Esposito und das Betriebsunterhaltsteam. Fotos: Kurt Schorrer/ZKS

Angefangen hat alles mit einer Idee. Es war in  den Fünfzigern, als der Kanton Zürich sich nach  einem «eigenen Magglingen» umsah. Für die  Verbände und Vereine war das Bedürfnis nach einem nutzbaren Sportzentrum in der Nähe  gross. Schliesslich erwarb der Kanton Zürich eine Parzelle im glarnerischen Filzbach, im Schatten  des Kerenzerbergs – der perfekte Standort.

Abonniere den ZKS-Newsletter!

Wo 1969 der Spaten in den Boden stiess, steht heute das Sportzentrum Kerenzerberg – betrieben vom ZKS im Auftrag des Sportamts  Kanton Zürich, finanziert über den Sportfonds. Die Infrastruktur: eine achtstöckige Unterkunft,  ein Restaurant samt Bergpanorama, vier Turnhallen, mehrere Aussenanlagen und ein Hallenbad. Alles verteilt auf rund 135’000 Quadratmetern, geeignet für Sportarten wie Schwimmen, Beachvolleyball, Turnen, Squash, Tennis oder  Leichtathletik. Doch für den Betrieb bedarf es  einiges an Aufwand, damit jedes Zahnrädchen  ineinandergreift, der Strom durch die Kabel

Neue Bauten mit hohem Standard

Gian Vito Esposito sitzt an seinem Arbeitsplatz am Computer. Auf dem Screen: eine komplette Übersicht der technischen Anlagen. Er sieht jede Glühbirne, die gerade brennt, jeden Alarmsensor, der blinkt, und jede Tür, die offen steht. «Eisbär» nennt sich das Tool, welches das SZK-Betriebsunterhalt-Team, dem Esposito angehört, für seine Arbeit braucht. Es mache vieles effizienter, erklärt er: «Mussten wir früher in der Spätschicht die ganze Anlage ablaufen, um alles zu prüfen, reicht nun ein Blick auf den Screen, um zu sehen, wo noch eine Türe geschlossen und ein Licht gelöscht werden muss.»

Geschäftsbericht 2025 SZK

Einst das Sport- und Kurzentrum Kerenzerberg, hat sich die Anlage stets weiterentwickelt. Foto: Archiv

Seit über zehn Jahren arbeitet Esposito im SZK. Dass sich in dieser Zeit einiges verändert hat, liegt auf der Hand. Da ist selbstverständlich die 2021 fertiggestellte achtstöckige Unterkunft, das optische Wahrzeichen des SZK. Für Esposito ein Meisterwerk seiner Bauart. «Der ganze Turm wurde hohl gebaut und die vorgefertigten Holzzimmer wurden mit einem riesigen Kran eingefüllt; elf Holzzimmer pro Stockwerk und  dazwischen jeweils ein Boden.» 

Ebenfalls gut komme die neue Dreifachturnhalle an, die – nebst ihrer modernen Sportinfrastruktur – vor allem mit der Anzahl Garderoben sowie grosszügigen Materialräumen punktet. Auf  technischer Ebene erfüllen die beiden Bauten  einen hohen Standard. In der Unterkunft gehen  beispielsweise die Sonnenstoren automatisch runter, wenn die Fenster offen sind und draussen Niederschlag einsetzt. Und auf der neuen Turnhalle produziert eine Photovoltaikanlage mit Hunderten Panels Strom aus Solarenergie.

Geschäftsbericht 2025 SZK

Eines der grössten Bauten der letzten Jahre: Die neue Dreifachturnhalle, die 2021 fertiggestellt wurde.

Das Herzstück der Infrastruktur, so Esposito, ist  jedoch weder ein Neubau noch eine Sportanlage, sondern ein essenzieller Bestandteil, der schon seit über 15 Jahren im Sportzentrum steht: eine riesige Holzschnitzelheizung, die einst drei Ölkessel ersetzt hatte. «Mit der  Heizung versorgen wir nicht nur das gesamte  Sportzentrum, sondern auch das Hotel nebenan und das externe Seminarhotel Lihn.» 

Alle  paar Wochen werden bis zu sechs Container à sechs Tonnen Holzschnitzel geliefert. Verschiedene Monitore zeigen den Zustand der Anlage  und die Betriebstemperatur, von der Energieerzeugung über die Speicher bis hin zu den  Pumpen – «so haben wir stets alles im Überblick und können im Notfall rasch reagieren».

Die Entwicklung des Sportzentrums Kerenzerberg

 

 

1966 Landerwerb des Zürcher Regierungsrats in Filzbach für den Bau eines Kurszentrums
1969 Spatenstich und Grundsteinlegung
1971 Betriebsaufnahme des Sport- und Kurszentrums Kerenzerberg mit Unterkunft, Restaurant und Zweifachturnhalle
1972 Hallenbad, geplant während der Bauphase, wird in Betrieb genommen
1975 Einfachturnhalle inklusive Kraftraum und neuer Schiessanlage wird eröffnet
1987/89 Ausbau mit Dreifachturnhalle, Squashanlage, Fussballfeld (Kunstrasen), 
400-Meter-Rundbahn, Schiessanlagen, Trockenplätzen, Eingangshalle, Theorie- und Gruppenräumen und Sauna
1994/96

Sanierung Sporthallen 1+2 inklusive Einbau einer Kletterwand, 

Erweiterung mit Dojo und Einbau einer Schnitzelgrube

2002 Erneuerung Hallenbad und Ersetzen des Kunstrasens durch einen Naturrasen
2021 Sanierung und Neubau mit Unterkunft (Turm) und Dreifachturnhalle
2023 Restaurant Hotel Kerenzerberg wird zur Sportlobby
2026 Sanierung Hallenbad ab Frühling 2026

 

Im Notfall improvisieren