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Moderne Vereine passen sich an

Echte Nachwuchssorgen hat der Fussball nicht. Die Hände in den Schoss zu legen, ist beim Fussballverband Region Zürich kein Thema. Davon können auch andere Sportarten profitieren.

Wer eine Gruppe achtjähriger Buben fragt, welche Sportart sie am liebsten mögen, erhält meistens die einstimmige Antwort: Fussball! Kein Wunder, müssen sich die Fussballvereine keine Sorgen um Nachwuchs machen, so die Meinung einiger. Doch fällt den Fussballvereinen wirklich alles in den Schoss, nur weil ihre Sportart so populär ist? Bei der technischen Abteilung des Fussballverbands Region Zürich (FVRZ) ist man anderer Meinung: «Nur weil die Buben gerne draussen ‹tschutten›, gehen sie noch lange nicht in den Verein.» Auch die Fussballvereine müssten mit der Zeit gehen und darauf achten, dass sie für die Kinder und Jugendlichen attraktiv bleiben. 

Faktoren, die dem Fussball zupasskommen: 

  • Fussball ist eine relativ günstige Sportart und es braucht keine teure Ausrüstung. 
  • Meist gibt es einen Fussballverein in der Nähe. Dies ist ein sehr wichtiger Faktor, je jünger die Kinder sind. 
  • Da es so viele Vereine und Mannschaften gibt, besteht für fast alle die Möglichkeit, in einer Mannschaft zu spielen, die ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht. 

 

Allgemein sind positive Teamerlebnisse im Verein wichtig. Das gilt nicht nur für den Fussball. Man trifft seine Freunde und erlebt Siege und Niederlagen gemeinsam. Studien zufolge sind Faktoren wie diese viel entscheidender als die pure Leistung. Diese Erlebnisse zu schaffen, gehört auch zu den Aufgaben eines Vereins. 

Sehr viele Faktoren können vom Verein beeinflusst werden: 

  • Zeitliche Flexibilität: Fussball ist eine sehr zeitintensive Sportart. Zweimal Training in der Woche und ein Spiel am Wochenende ist schon für Mannschaften auf tieferer Stufe die Regel. Nicht alle Kinder sind jedoch am Wochenende verfügbar. Deshalb versucht der FVRZ, die Zahl der Pflichttermine flexibler zu gestalten. 
  • Einfache Regeln: Im Kinderbereich wird nicht zwingend elf gegen elf gespielt, das Spielfeld kann kleiner sein, die Spielzeit kürzer, die Tore dürfen auch mal aus Pfosten bestehen, Offside gibt es keines. Den Kindern ist dieses ohnehin schwer verständlich – und für Trainer und Eltern oft ein Streitobjekt. Auch einen Schiedsrichter braucht es im Kindersport nicht immer zwingend. Fussball ist wegen der Vielseitigkeit des Bewegungsangebots vor allem bei den Knaben die Jugi von heute. Deshalb müssen auch die Spielformen an das Alter angepasst werden. 
  • Weniger Leistungsorientierung: Im jungen Alter kann Rangierung oft zum Frust werden. In manchen Sportarten weiss das Kind oft im Vorhinein, dass es mit seiner Zeit oder Weite keine Chance auf eine gute Platzierung hat. So verliert es den Spass, obwohl die körperliche und charakterliche Entwicklung im Laufe der Jahre noch einiges verändern kann.

 

Tipps für Vereine, die nicht genug Nachwuchs haben: 

  • Zusammenarbeit mit anderen Sportarten: In Teilbereichen können verschiedene Sportarten zusammen trainieren und sich Trainer und/oder Hallenräume teilen. 
  • Kooperation mit Vereinen in der Nachbarschaft: Wenn die Distanz nicht zu gross ist, gilt dasselbe für Vereine aus benachbarten Gemeinden oder Quartieren. 
  • Freiwilliger Schulsport: Über den Schulsport lässt sich eine Vielzahl an Kindern sehr einfach erreichen. Die Kindergarten- und Schulzeit ist die einzige Chance für Kinder und Jugendliche, viele Sportarten kennenzulernen. Später gelingt der Zugang nicht mehr so leicht. Es komme vor, dass Mädchen von ihren Eltern aus nicht Fussball spielen dürfen. Im Schulsport dürften sie es, so eine Beobachtung des FVRZ. Sind die Erlebnisse positiv, steht der Weg in den Verein offen.

 

Quelle des Basisbeitrages: Dossier «Von der Schule in den Sportverein», Mai 2014
Herausgeber: Zürcher Kantonalverband für Sport und Sportamt Kanton Zürich

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